Im Namen der Dose

Auf sehr kontroverse Art und Weise hat der Tagesspiegel gestern mit einem Artikel über Graffitisprüher den Tod von KMER thematisiert. Gut lesbar, populistisch und teilweise angesichts dieses schrecklichen Falls fast menschenverachtend.

Graffiti-Sprüher in Berlin

Im Namen der Dose

Sie observieren nächtelang, wann der Wachmann seine Runde dreht, wo die Lichtschranken sind, die Bewegungsmelder und die Kameras. Und wenn alles stimmt, krabbeln die Graffiti-Sprüher aus dem Dunkel auf die Bahnsteige Berlins wie Krebse an Land. Manchmal ist am Morgen danach ein Mensch tot.

Von André Görke

Erst flirren die Gleise, ganz leise nur. Dann ist ein fernes Rauschen zu hören, sanft wie eine Brise an der See. Und dann ist er plötzlich da: der Zug. Donnernd jagt er am Berliner S-Bahnhof Wartenberg vorbei, Herbstlaub aufwirbelnd, und noch bevor die bunten Blätter sich wieder gelegt haben, ist er verschwunden am Horizont.

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