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Fotoboom – Kevin Schulzbus Special #1

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Kevin Schulzbus ist nur eine Fassette von mir die etwas ausdrückt. Unterschiedliche Ansichten und Meinungen in einem Körper gespeichert und immer für ein Update offen. Oder in meinem Fall: Die Persönlichkeiten ergänzen sich manchmal oder entschuldigen sich für den anderen Teil.

Und so wie es mir gerade passt, setze ich die unterschiedliche Fassette ein. Gebündelt meist im Westberliner Straßenkindl Kevin Schulzbus. Ist für mich am einfachsten und geht wie Butter von der Hand. Denn ein großer Teil in Kevin bin ich. Das Kindel mit dem Kindl im Wedding 65. Geborener 51er nicht zu vergessen – ich verleugne nicht meine Herkunft wie manch anderer Zugezogener.

Der, der standartmäßig ne Panke-Tour läuft. Der, der auch „Hood Regulator“ von gemeinsamen Mitstreitern genannt wird. Dieter Hallervorden sagte mal: „Ein Bier, das ne halbe Stunde offen steht ist ungenießbar“. So bin ich auch – on Tour und ne halbe Stunde ohne Molle, da wissen die die mit mir unterwegs sind „Oh, der wird gleich ungenießbar“.

Wenn du die Zeit hast dann nutze sie! Egal was, wie oder wann, ich muss raus. Am liebsten jeden Tag. Selbst wenn ich wenig oder keine Zeit habe, ergibt sich meistens was, was man sich angucken oder übertrieben gesagt erleben kann.
Selbst wenns nur ne kleine Optik ist. Ne Spiegelung, Sound oder irgendein Geruch. An manche möchte ich mich ungern an dieser Stelle zurück erinnern, zum Beispiel den Homeless Rollstuhlfahrer von der Nord-Süd-Strecke. Nichts gegen ihn persönlich, ich kenn den ja garnicht, aber Alter, der stinkt so mies nach Verwesung und Dreck, dass ich jedes mal aus der Bahn aussteigen muss wenn der einrollt.

„Das Foto ist nicht das Ziel, sondern dass man zeigen kann das man da war und Punkt.“
Kevin Schulzbus, das klassische Premium der Hauptstadt Berlin. Extra fein verstrahlt.

Man muss seine Sinne schärfen für das Ungesehene – Kev United!