Fotoboom – Lunatic Team

Claudia R.I.P.

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Spraymasters im Eiszeit Kino

Momentan läuft Spraymasters von Manny Kirchheimer, Nachfolger des bekannten New Yorker Oldschool-Klassikers “Stations of the Elevated”, täglich um 20:45 Uhr im Eiszeit Kino in Kreuzberg. In dem Film gibts es u.a. Kurzportraits von LEE, FUTURA 2000, Lady Pink und ZEPHYR zu sehen.

Fotoboom – Colors On Black

TALK

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Dicker Fang

Einen dicken Fisch hat sich der BGS hier geangelt. Herzlichen Glückwunsch.

BPOLD-B: Zwei Graffitisprayer nach Flucht gestellt

Berlin (ots) – Bundespolizisten nahmen vergangene Nacht zwei Graffitisprayer in Berlin-Wannsee fest. Sie hatten zuvor mit weiteren Personen den Tunnelbereich des Bahnhofes auf eine Fläche von vier Quadratmetern besprüht.

Bei der Festnahme konnten diverse Farbspraydosen als Beweismittel sichergestellt werden.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass die Personengruppe zudem vier S-Bahnwagen auf eine Gesamtfläche von circa 56 Quadratmetern besprühten. Die dort verwendeten Farbtöne stimmten mit den aufgefundenen Farbspraydosen überein.

Die in Michendorf und Potsdam wohnenden Beschuldigten im Alter von 16- und 21 Jahren wurden nach Abschluss aller strafprozessualen Maßnahmen wieder entlassen. Der Jüngere ist bereits wegen Raub und Körperverletzungsdelikten polizeilich bekannt.

Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung/Graffiti eingeleitet.

Quelle: Polizeipresse

Fotoboom – Berliner Straßen #1

MBS

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Criminal Minded 2

Die CMD Crew hat bei MySpace den zweiten Teil Ihrer “Criminal Minded” Videoreihe angekündigt. Wann es genau rauskommt wird nicht gesagt – der Munkelmodus sagt Juni/Juli. Mit von der Partie sollen diesmal CMD, GHS, RCB, DRM, ETS, THC, HF, CTM, CHB, LTX “and more” sein. Wir sind gespannt.

Verdammt: ILG war schneller. Wir haben allerdings die besseren Insiderinformationen. Competition!

Presseschau I

BPOLD-B: Graffitischmierer in Blankenburg erwischt

Berlin (ots) – Ein 20-jähriger Berliner wurde heute Nacht durch Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn AG am S-Bahnhof Blankenburg auf frischer Tat gestellt.

Der polizeilich bekannte Mann hatte im Bahnhof zwei Schaukästen mit mehreren Schriftzügen beschmiert.

Nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Bundespolizei konnte der Beschuldige seinen Heimweg antreten.

Quelle: Polizeipresse

BPOLD-B: Sprayer auf frischer Tat gestellt

Berlin (ots) – Zivil eingesetzte Beamte der Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof nahmen gestern Abend einen 26-jährigen Berliner fest. Dieser hatte zuvor in Berlin-Grünau eine Autobahnbrücke der BAB 117 auf einer Fläche von circa zwölf Quadratmetern besprüht.

Kurz nach der Tathandlung erfolgte die vorläufige Festnahme des Täters, der bereits mehrfach wegen Sachbeschädigungsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten ist. Bei einer anschließenden Durchsuchung wurden neben diversen Farbspraydosen und Caps auch mehrere Graffitivorlagen sowie ein Szenetütchen Marihuana gefunden und als Beweismittel sichergestellt.

Der in Prenzlauer Berg wohnende Beschuldigte wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung/Graffiti und dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Quelle: Polizeipresse

Action Painting

Action Painting - Bringing Art to the Trains

Trains, Trains und nochmal Trains. Graffiti auf Zügen. Darum geht es in diesem neuen Buch. 216 Seiten gesamteuropäische Panel- und End2endprojekte der Extraklasse und jede Menge Buntwholecars.

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Wiirtuelles Sprühen

WiiSpray scheint langsam Form anzunehmen. Sicherlich nicht jedermanns Sache, z.B. der Berliner Sprayer “Cope” steht der Sache etwas zweifelnd gegenüber, aber sicherlich nicht ganz unlustig.
Die Dosenfirmen haben jedenfalls auch schon Lunte gerochen und sich das Teil unter den Nagel gerissen.

Virtuelles Graffiti

Die digitale Sprühdose

Jedes beliebige Objekt bemalen können, ohne giftige Gase und ohne Ärger mit der Polizei – das verspricht Wii Spray. Nutzer können damit etwa virtuell den Bundestag besprühen. VON MARTIN SCHWARZBECK

Der Grafiker und Interfacedesigner Martin Lihs von der Bauhaus Universität Weimar traf einst in Lissabon den digital orientierten Sprayer „Target“. Die Arbeitsweise des Künstlers faszinierte Lihs. Target erstellt Schablonen für seine Arbeit am Computer, fotografiert die Wände die er bemalen will und testet vorher, wie seine Ideen darauf wirken. Martin Lihs dachte das weiter.

Er entwickelte ein sprühdosenförmiges Werkzeug, in das man den bewegungssensiblen Controller einer Nintendo Wii einlegt und dann damit auf einem Videobeamer oder einem sehr großen Fernseher virtuell Graffitis schaffen kann.

Im Moment läuft die dazugehörige Software auf einem Mac, denn Nintendo zeigt bisher noch wenig Interesse daran, das System auf seiner Plattform zur Marktreife zu bringen. So bleibt es vorerst bei einem Prototyp, der allerdings in einem Video schon Qualität beweist.

Eine erste Kleinserie der digitalen Sprühdose soll Ende August in die Hände der Probierwütigen gelangen. Der unter Sprayern enorm populäre Sprühdosenhersteller Montana hat den Trend erkannt und sich rechtzeitig eine exklusive Partnerschaft gesichert. Er unterstützt das Projekt finanziell und vermittelt Kontakte zu Künstlern, die in Zusammenarbeit mit dem Entwicklerteam die Idee immer weiter ausfeilen und letztlich auf die Ansprüche jedes einzelnen Sprayers zuschneiden sollen.

„Aufgrund der Tatsache das es sich bei WiiSpray um eine Mischung aus Soft- und Hardware handelt, entstehen Möglichkeiten die mit der klassischen Sprühdose nicht zu verwirklichen sind. Man hat jede Farbe der Welt zur Auswahl, kann Farben beliebig mischen, angeben wie schnell die Farben verlaufen sollen, die Art des Farbauftrags personalisieren. Es entsteht Raum für Experimente, wie zum Beispiel die Schwerkraft oder gleich das Ganze Bild umzudrehen. Das ist alles leicht programmierbar“, sagt Lihs. „Durch eine Vernetzung ergeben sich auch ganz neue Möglichkeiten der gemeinsamen Arbeit, man kann über Erdteile hinweg gleichzeitig an einem Bild arbeiten.“

Der Berliner Sprayer „Cope“ sieht darin eher ein Kinderspielzeug. Ihm würde das Adrenalin fehlen, das nächtliche Teamwork, der „Fame“ den ein weit verbreitetes Kürzel mit sich bringt.

Martin Lihs meint dazu: „Ich weiss nicht, ob die Bilder durch ihre „Körperlosigkeit“ abgewertet werden. Es kommt auf die Ansprüche des Künstlers an, für welches Medium er arbeiten will, ob er bereit ist seine Kunst in die digitale Welt zu übertragen. Aber es ergeben sich ja durchaus auch interessante hybride Nutzungsmöglichkeiten, wie wenn etwa Wii Spray verwendet wird, um ein Skizzenbuch zu füllen, mit Ideen die man dann auch nach aussen tragen kann.“ Dazu können sogar verschiedene Hintergründe eingeladen werden, ein Zug oder gleich der Bundestag, um dann zu schauen wie das Werk darauf wirken würde.

Das Üben ohne Adrenalin und ohne Gefahr ist für manche auch ein Vorteil. Gerade angesichts des massiv steigenden Repressionsdrucks, Hubschraubern mit Wärmebildkameras und drastischen Strafen könnte dies ein Stück sichere Zukunft für die Grafittikultur bieten. Martin Lihs relativiert das ganz bescheiden: „Es ist klar als Zusatzmöglichkeit gedacht und soll die herkömmliche Streetart auf keinen Fall ersetzen.“

Die große Stärke liegt für ihn in der Übertragung der Grafffitikultur in den virtuellen Raum. Er träumt von einer Nutzung innerhalb von Videospielen, wie zum Beispiel Grand Theft Auto oder anderen virtuellen Welten, die dieses Gerät als Extragimmick einbauen könnten. „Wii Spray ist ein Interface-Experiment, das die Barriere zwischen digitaler Information und gegenständlicher Welt überbrücken soll, um Streetart eine neue, virtuelle Ebene außerhalb der real existierenden Welt zu bieten“, so Lihs.

Es gibt mehrere ähnliche Projekte, in denen man virtuell Graffiti schaffen kann. Sie sind beispielsweise mit einem Smartphone, oder ganz simpel mit einer Maus zu bedienen. Aber ihnen fehlt das originalgetreue Handling oder die direkte Übertragung der Aktionen ins Virtuelle. Lihs erklärt das so: „Die physische und die digitale Ebene wachsen bei Wii Spray zusammen, die Verbindung ist direkt wahrnehmbar und nicht relativ zueinander, wie mit einem Mauszeiger, sondern der Strich entsteht da, wo die Dose hinzeigt.“

Ein Problem der derzeitigen Variante ist eine kleine Verzögerung zwischen der Bewegung und dem Farbauftrag, daran wir aber gearbeitet. Auch die Darstellung des Bildes in einer ständigen „Überbelichtung“, durch das Eigenleuchten der Leinwand oder des Bildschirms, wirkt gewöhnungsbedürftig, aber „das ist ein Grundproblem des Mediums, damit muss man sich arrangieren“, sagt Lihs.

Als neuestes Gimmick hat er einen digitalen Schablonenhalter gebaut, mit dem man selbst designte Schablonen virtuell auf der Leinwand plazieren kann. „Die Idee bietet so viele Möglichkeiten, das Konzept ist noch lang nicht zu Ende gedacht“, ist sich der Entwickler sicher.

Quelle: taz