Berliner Graffiti Online-Magazin

Presseschau 81

20.04.2012 | 15:51 Uhr

BPOLD-B: Klassenfahrt mit Zwischenstopp auf Polizeidienststelle

Berlin-Friedrichshain: (ots) – Bundespolizisten nahmen am Donnerstag einen 16-jährigen Schüler aus Dänemark im Berliner Ostbahnhof in Gewahrsam. Er hatte einen Fahrkartenentwerter mittels Edding beschmiert.

Ein Bahnmitarbeiter bemerkte die Tat um 17:30 Uhr und alarmierte Beamte der Bundespolizei. Bis zum Eintreffen der Streife hielt er den Jugendlichen und seinen gleichaltrigen Freund, welcher Fotos der Beschmierung machte, fest. Den Edding und die Speicherkarte der Kamera stellten die Beamten sichergestellt.

Die beiden 16-Jährigen stammen aus Dänemark und waren mit ihrer Schulklasse zu Besuch in Berlin. Wegen der Beschmierung erwartet den Schmierfink ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung.

Quelle: Polizeipresse

19.04.2012 | 09:20 Uhr

BPOLD-B: Mitglieder bekannter Sprayer-Crew festgenommen

Berlin-Marzahn: (ots) – Zwei 25 und 29 Jahre alte Berliner haben am Mittwochabend eine S-Bahn am Bahnhof Ahrensfelde auf 45 Quadratmeter besprüht. Fünf weitere Täter flüchteten unerkannt. Offenbar gehören sie einer stadtbekannten Sprayercrew an.

Sicherheitskräfte hatten die insgesamt sieben Sprayer gegen 22:10 Uhr auf dem Gelände der Deutschen Bahn beim Besprühen einer dort abgestellten S-Bahn bemerkt. Als sie sich den Männern annäherten, flüchteten sie. Zwei konnten im Rahmen der Nacheile festgehalten und an Bundespolizisten übergeben werden.

Die Bundespolizei leitete Strafverfahren gegen die polizeibekannten Sprayer ein. Sie wurden nach Beendigung aller Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Quelle: Polizeipresse

18.04.2012 | 15:54 Uhr

BPOLD-B: Bundespolizei durchsuchte Wohnungen von Graffitisprayern

Bundespolizeidirektion Berlin: BPOLD-B: Bundespolizei durchsuchte Wohnungen von Graffitisprayern

Rathenow: (ots) – Die Bundespolizei ist heute gegen Graffitisprayer in Westbrandenburg vorgegangen. Im Morgengrauen durchsuchten Bundespolizisten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Potsdam die Wohnungen von vier Sprayern in Rathenow (Landkreis Havelland).

Um 6:00 Uhr klopften die Beamten an die Türen der beiden 16-, sowie 17- und 18-Jährigen und durchsuchten anschließend die Wohnräume der Jugendlichen und des Heranwachsenden. Dabei fanden sie umfangreiches Beweismaterial und stellten unter anderem mehrere Computer, Mobiltelefone, Skizzenbücher, Fotos und verschiedene Speichermedien sicher.

Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten in zwei Wohnungen weiterhin insgesamt drei Schusswaffen: ein zum Kleinkalibergewehr umgebautes Luftdruckgewehr mit ca. 50 Schuss Kleinkaliberpatronen, eine Schreckschusswaffe sowie eine Federdruckwaffe und beschlagnahmten diese. Das Beweismaterial wird in weiterer Ermittlungsarbeit durch die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Graffiti in Berlin (GE GiB) ausgewertet. Bei dem heutigen Einsatz waren knapp 40 Bundespolizeibeamte im Einsatz.

Den Beschuldigten wird gemeinschädliche Sachbeschädigung vorgeworfen. Sie stehen im Verdacht, am 17. September 2011 eine Schallschutzwand in Rathenau auf einer Fläche von ca. 150qm mit Farbe beschmiert zu haben. Damals konnten zwei flüchtende Tatverdächtige durch die Bundespolizei gestellt werden. Die nachfolgenden Ermittlungen führten zu den weiteren vier Tatbeteiligten. In der Nähe der Schallschutzwand kamen am 9. Juli 2010 zwei Sprayer ums Leben. Sie hatten versucht, auf der Havelbrücke einen stehenden Güterzug zu besprühen und wurden dabei von einem ICE erfasst und tödlich verletzt. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehörten diese beiden Sprayer dem selben Sprayerkreis an, bei dem heute die Durchsuchungen stattfanden.

Hintergrund:

Die GE GiB wurde im Sommer 1994 als Reaktion auf die Anfang der 1990er Jahre verstärkt im Berliner Stadtbild aufgetretenen Graffitis ins Leben gerufen. Die Gruppe setzt sich aus Beamten der Polizei Berlin und der Bundespolizei zusammen, deren gemeinsames Ziel es ist, die Strukturen der Graffitiszene aufzuhellen, Zusammenhänge zu erkennen und Täter namhaft zu machen. Die GE GiB ist inzwischen ein Kommissariat beim Landeskriminalamt geworden (LKA 713), in dem die Bundespolizei in eigener Zuständigkeit ermittelt. Hauptaufgabe des LKA 713 ist die berlinweite Bearbeitung von Sachbeschädigungen durch Graffiti und die damit verbundene Folge- und Begleitkriminalität, wie beispielsweise Eigentums- und zunehmend auch Rohheitsdelikte.

Graffiti sind Sachbeschädigungen und strafbar. Sie verursachen hohe Kosten. Die Täter können auch bis zu 30 Jahre nach der Tat wegen entsprechenden Schadensersatzansprüchen belangt werden. Im vergangenen Jahr lag der Schaden durch Graffitis im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei in Berlin und Brandenburg bei etwa 8,7 Millionen Euro.

Quelle: Polizeipresse