Das Graffiti-Magazin Nr. 1 aus Berlin

Presseschau 97

04.02.2013 | 12:57 Uhr

BPOLD-B: Graffiti-Sprayer von S-Bahn erfasst

Berlin-Karow (ots) – Bereits am Freitagabend erfasste in Berlin-Karow eine S-Bahn einen Sprayer und verletzt ihn schwer. Der Verunfallte war gerade dabei ein Graffiti an einen Brückenpfeiler zu sprühen.
Nach bisherigen Ermittlungen erfasste am Freitag gegen 22 Uhr eine S-Bahn den 28-jährigen zwischen den Bahnhöfen Berlin-Karow und Buch. Die Ermittler fanden vor Ort Hinweise, dass der Berliner gerade an einem Brückenpfeiler ein Graffiti sprühte, als ihn die Bahn erfasste und schwere Verletzungen an der Hüfte und im Rückenbereich zufügten. Mit ihm in den Gleisen befand sich ein 25-jähriger Mittäter, der den Verletzten eine Böschung hinauf zog. Eintreffende Sanitäter und Bundespolizisten kümmerten sich um den Schwerstverletzten, er liegt seit dem Vorfall im künstlichen Koma. Beide Täter sind einschlägig bei der Polizei bekannt.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Quelle: Polizeipresse

Eingabe: 04.02.2013 – 10:45 Uhr

Nach Freisetzen von Flusssäure – Polizei bittet um Mithilfe

Tatzeit 29. Januar 2013; Karl-Liebknecht- Ecke Memhardtstraße

Im Zusammenhang mit der Freisetzung von Flusssäure am vergangenen Dienstag, den 29. Januar 2013, bittet die Polizei Berlin um Mithilfe.

Zwei Männer im Alter von 28 und 62 Jahren klagten über Atemwegsreizungen, nachdem sie an der Straßenbahnhaltestellte in der Karl-Liebknecht- Ecke Memhardtstraße Plakate austauschen sollten. Laboruntersuchungen ergaben, dass bei einem auf den Glasscheiben aufgesprühten Tag (Unterschrift der Sprayer aus der Graffiti-Szene) Flusssäure verwendet worden ist. Wenig später wurde bei einer Untersuchung eines zwölfjährigen Mädchens in einem Krankenhaus festgestellt, dass es sich auf einer Sitzbank an einer Bushaltestelle an der Marienkirche ebenfalls eine Vergiftung zugezogen hatte.

Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die Täter daher in Kreisen der Graffity-Szene vermutet und schrecken offensichtlich bei den feigen Taten nicht davor zurück Menschen in Gefahr zu bringen. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass die Mitglieder dieser Szene nunmehr das Risiko schwerster Verletzungen argloser Menschen in Kauf nehmen. Die Tags werden hauptsächlich in Scheiben von Ausstellkästen, Fahrstühlen und Wartehäuschen im Nahbereich der BVG und S-Bahn verwendet.

In diesem Zusammenhang ist für die Angabe von sachdienlichen Hinweisen, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, von der BVG und der Wall AG eine Belohnung von bis zu 5.000,- Euro ausgesetzt worden. Darüber hinaus wurde im Jahr 2008 durch den Polizeipräsidenten in Berlin eine Belohnung von bis zu 2000,- Euro für sachdienliche Angaben ausgelobt, die zur Ermittlung von Tätern führen, die im Berliner Stadtgebiet diese äußerst aggressive und stark gesundheitsgefährdende Säure verwenden.

Hinweise nehmen das zuständige Fachkommissariat des Landeskriminalamtes in der Gallwitzallee 87 in Berlin-Lankwitz unter der Rufnummer (030) 4664 – 977 319 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quelle: Polizeipresse

Eingabe: 01.02.2013 – 09:55 Uhr

Graffiti-Sprayer festgenommen

Friedrichshain-Kreuzberg

# 0336

Beamte der 13. Einsatzhundertschaft haben gestern Abend einen Graffiti-Sprayer auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Gegen 21 Uhr beobachtete eine Beamtin den „Schmierfinken“ in der Mühlenstraße dabei, wie er zunächst einen zu einem Imbiss umgebauten Bus mit Farbe besprühte. Anschließend beschmierte der Mann eine Mauer an der East-Side-Gallery. Nachdem die Polizistin ihre Kollegen zur Verstärkung angefordert hatte, wurde der dringend Tatverdächtige im Alter von 20 Jahren festgenommen und seine Spraydose beschlagnahmt. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung kam der Mann wieder auf freien Fuß. Gegen ihn wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Quelle: Polizeipresse

Eingabe: 29.01.2013 – 16:05 Uhr

Polizeieinsatz am Alexanderplatz – Laboruntersuchung bestätigt Flusssäure

Mitte

# 0308

Zu einem Polizeieinsatz wegen des Verdachts des Freisetzens von Flusssäure kam es heute früh in Mitte. Zwei Mitarbeiter einer Firma alarmierten kurz nach 7 Uhr die Polizei zu einer Straßenbahnhaltestelle an der Kreuzung Karl-Liebknecht- Ecke Memhardtstraße, an der sie Plakate austauschen sollten. Die beiden 28 und 62 Jahre alten Männer klagten über Atemwegsreizungen und kamen ins Krankenhaus. Während der Ältere nach einer ambulanten Behandlung die Klinik wieder verlassen konnte, wurde sein Kollege zur Beobachtung stationär aufgenommen.
An zwei Glasscheiben stellten die Beamten Beschädigungen fest, die zunächst den Verdacht des Verwendens von Flusssäure nicht bestätigten. Auch bei weiteren Wartehäuschen in der Umgebung konnten keine verdachtserregenden Spuren gefunden werden, so dass der Einsatz gegen 9 Uhr 30 beendet wurde. Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe tauschten die betroffenen Scheiben aus.
Zur abschließenden Klärung nahmen Kriminaltechniker Proben von den Glasscheiben und gaben diese zur Untersuchung ins Labor. Aufgrund der Analyse ließ sich nachweisen, dass es sich um geringe Mengen von Flusssäure handelte.
Zwischenzeitlich meldete sich gegen 11 Uhr 30 die Mutter einer Schülerin, deren Tochter über Schmerzen im Arm klagte. Bei einer Untersuchung im Krankenhaus wurde festgestellt, dass sie sich eine leichte Vergiftung zugezogen hatte. Ermittlungen des Landeskriminalamtes ergaben, dass die Zwölfjährige heute früh an einer Bushaltestelle an der Marienkirche in eine auf der Sitzbank befindliche Flüssigkeit gegriffen hatte. In der Schule kam es dann zu dem Armleiden, worauf das Mädchen ambulant im Krankenhaus behandelt und anschließend wieder entlassen wurde.
Daraufhin wurden weitere Proben sowohl von der Sitzfläche als auch von der Glasscheibe dieser Haltestelle genommen. In kriminaltechnischen Untersuchungen konnten lediglich an der Glasscheibe, nicht aber am Sitzplatz Rückstände von Flusssäure nachgewiesen werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde auch diese Haltestelle gereinigt.
Darüber hinaus laufen noch kriminaltechnische Untersuchungen zum Nachweis eventueller Flusssäurespuren an der sichergestellten Kleidung der Verletzten.
Weitere Verletzungen und Schäden wurden bislang nicht bekannt. Die Beamten fertigten Strafanzeigen wegen des Freisetzens von Giften, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Die Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariats des Landeskriminalamtes dauern an.

Quelle: Polizeipresse

4 Comments

  • hans sagt:

    @weeßtdudochnich: Du ziehst hier echt über einen Typen her der vor ein paar Tagen gestorben ist und schreibst was von „Berufsrisiko“. Solche Kommentare kannst du gerne bei Spiegel.de hinterlassen, da sind sicher auch ne ganze Menge Menschen deiner Meinung…..Klar ist das seine eigene schuld aber ein bisschen mehr Mitgefühl kann man schon aufbringen und der arme Kerl ist bestimmt nicht mit Absicht vor den Zug gelaufen!!!! Vielleicht solltest du aufhören dich mir Graffiti zu beschäftigen und bei der FDP einsteigen oder dir einen schicken JOb in einer Bank suchen….Wirklich denk mal über deine Einstellung nach!!!!